- documenta archiv
Fridericianum, Veranstaltungsraum
Friedrichsplatz 18, 34117 KasselKonferenz des Forschungsprojekts „Subverting Archival Practices“ in Zusammenarbeit mit dem documenta archiv
Die internationale Konferenz „Digital Archivables, Artistic Data and Curated Forms of Presentation: Archival Practices in the Performance-based Arts“ befasst sich mit Fragen der digitalen Infrastruktur und der Arbeitsmethoden im Kontext selbstorganisierter, gemeinschafts- und künstlergeführter Archivierungspraktiken. Das Internet als Arbeitsraum für künstlerische und kuratorische Projekte wird jedoch weitgehend von den Plattformen und Softwarelösungen kommerzieller Technologieunternehmen sowie den Machtstrukturen dominiert, die diese durch ihre Algorithmen und Vorlagen zur Inhaltsverwaltung etablieren. Angesichts aktueller politischer Entwicklungen müssen diese dringend hinterfragt werden. Nicht-institutionelle Archivinitiativen verfügen aufgrund von Kosten, Interoperabilitätsproblemen oder mangelnder personeller und fachlicher Ressourcen in der Regel nicht über die Mittel, eigene Tools und Infrastrukturen zu entwickeln. Doch welche Alternativen gibt es? Und unter welchen Bedingungen? Die Konferenz ist dialogisch angelegt und lädt Vertreter*innen von sechs Initiativen – CHAKKARs, Performatorium, Akademie der Künste der Welt, Non-Aligned Dance Archive, re.act.feminism, touching margins – ein, ihre Arbeitsmethoden vorzustellen und mit Expert*innen und Aktivist*innen zu diskutieren.
Mit: Juana Awad, Dušan Barok, Sarah Bergh, Nanna Bonde Thylstrup, Barbara Büscher, Sandra Chatterjee, Anna Chwialkowska, Birgitta Coers, Franz Anton Cramer, Ulrike Hanstein, Olivia Jaques, Bettina Knaup, Melissa Köhler, Isabella Krayer, Jan Kryszons, Saskia Mattern, Shusha Niederberger, Birk Schindler, Marlies Surtmann, Jasmina Založnik
Das Forschungsprojekt „Subverting Archival Practices“ wird von Barbara Büscher und Franz Anton Cramer an der Hochschule für Musik und Theater (HMT) Leipzig durchgeführt. Es richtet sich an Einzelpersonen und Initiativen aus den Bereichen Tanz, Aktivismus, kuratorische Praxis und Performance.
Neben künstlerischer Atelierarbeit und verschiedenen diskursiven Formaten agieren die Beteiligten auch im digitalen Raum, um Materialien, die aus ihren jeweiligen Praktiken hervorgegangen sind, zu dokumentieren, zu bewahren und zu präsentieren. Die Beziehung zwischen dem digitalen und dem physischen – häufig privaten – Raum sowie zur institutionellen Sphäre hat dabei einen entscheidenden Einfluss darauf, wie das Material erhalten, authentifiziert und zugänglich gemacht wird.
Anmeldung erforderlich unter: archiv@documenta.de
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
