DokfestForum: Yalda Afsah

  • Fridericianum

Friedrichsplatz 18, 34117 Kassel

Welche Rolle spielen Rituale heute in einer säkularisierten Gesellschaft? Wie stiften sie Zugehörigkeit und prägen kulturelle Identität – und welche Dimensionen sozialer Kontrolle und Gewalt schwingen dabei mit? In ihren Filmen setzt sich die deutsch-iranische Künstlerin Yalda Afsah unter anderem mit Fragen von Fürsorge, Domestizierung, Tradition und Männlichkeit auseinander. Dabei verbindet sie dokumentarische Beobachtung mit künstlerischer Inszenierung. In ihrer jüngsten Werkreihe untersucht sie Rituale als soziale und körperliche Choreografien: Während PAN eine meditative Paneurythmy-Prozession im bulgarischen Rila-Gebirge erkundet, richtet HEAT den Blick auf eine ekstatische Zeremonie des Handan Festivals in Taiwan, bei der Feuerwerkskörper eine zentrale Rolle spielen. Beide Arbeiten nehmen Rituale als Ausgangspunkt für eine filmische Auseinandersetzung mit Gemeinschaft, Individuum und gesellschaftlichen Ordnungen.

Im Anschluss an das Screening gibt Yalda Afsah im Gespräch Einblicke in ihre künstlerische Praxis sowie in die spezifischen Bedingungen und Möglichkeiten der Präsentation filmischer Arbeiten im Ausstellungskontext.

Yalda Afsah (*1983, Berlin) lebt und arbeitet in Berlin. Ihre Arbeiten waren unter anderem im Palazzo Ca’ Buccari, Venedig (2026), im Kunsthaus Hamburg (2026), im Ludwig Forum, Aachen (2026), und im Mönchehaus Museum, Goslar (2025) sowie auf internationalen Filmfestivals in Locarno und New York zu sehen. Seit 2025 ist sie Professorin für Zeitbezogene Medien an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.

Einführung: Jasmin Meinold, Kuratorin Fridericianum

Screening: HEAT, 2026 (HD video, color, stereo sound, Länge: 20 Min); PAN, 2026 (2026 HD video, color, stereo sound, Länge: 20 Min)

Im Anschluss: Gespräch mit der Künstlerin

Filmstill aus dem Film "HEAT" von Yalda Afsah
Yalda Afsah: HEAT, 2026, HD video, color, stereo sound, 20 minutes (Filmstill). Courtesy the artist and Galerie Molitor, Berlin ​