- Fridericianum
Fridericianum
Friedrichsplatz 18, 34117 KasselIn seiner neuen Werkserie Hostless beschäftigt sich Mohammed Sami vorwiegend mit Innenräumen. Die Gemälde werden zu einem Ort für Erinnerungsprozesse, geistige Vorgänge, bei denen die Abstraktion ins Stocken gerät und etwas Beunruhigendes langsam durchsickert. Räume werden zu gespenstischen Behältnissen, die die Überreste von Geschehnissen bewahren, die sich trotz vorhandener Beweise einer eindeutigen Benennung entziehen. Diese Innenräume sind in ihrer Unruhe unmittelbar, in ihrer Bedeutung jedoch schwer fassbar. Sie zittern vor einer Körperlichkeit, die die Malerei als Praxis nicht vollständig zu definieren oder einzugrenzen vermag. Objekte verhalten sich wie schwebende Bedeutungsträger, die auf abwesende Gewalt oder eine erst durch Distanz erträglich gemachte Erinnerung hinweisen. Die Formensprache seiner neuen Gemälde lässt das „Grauen“ zu einem optionalen Element für die Betrachtenden werden, das nicht inszeniert, sondern still geduldet wird und sich durch die hartnäckige Materialität dessen offenbart, was übrigbleibt.
Das Fridericianum präsentiert die erste institutionelle Ausstellung Mohammed Samis in Deutschland. Sie wird in Kooperation mit dem Stedelijk Museum voor Actuele Kunst (S.M.A.K.) in Gent und dem Moderna Museet Malmö realisiert, die das Wirken des Künstlers 2027 und 2028 würdigen werden.
Die Ausstellung im Fridericianum wird realisiert mit großzügiger Unterstützung von The Nixon Foundation, AMA Collection und The Garcia Family Foundation.
