- Fridericianum
Das Fridericianum lädt Sie und Ihre Freund*innen herzlich zur Eröffnung der künstlerischen Intervention The only one willing to do the hard part von Raque Ford ein.
Die Künstlerin Raque Ford, 1986 in Columbia, Maryland, geboren und in New York lebend, verbindet in ihrer künstlerischen Praxis freie Formen mit starken Farbkontrasten und Schriftelementen. Neben Plastik arbeitet sie mit einer Vielzahl weiterer Materialien und erschafft eine zwischen Abstraktion und einfachen visuellen Codes changierende Ästhetik. Ihre collagenartig aufgebauten Werke vereinen Skulptur, Malerei und Grafik und weisen Referenzen zu den Scherenschnitten des späten Henri Matisse, zum Minimalismus und zur Pop Art auf. Im Fridericianum gestaltet die Künstlerin die beiden öffentlichen Fahrstühle.
The only one willing to do the hard part ist Teil Fords andauernder Erkundung von Identität und wie sie sich aus Versatzstücken der Populärkultur, Konsumwelt, digitaler Kommunikation und den damit verbundenen Sehnsüchten formt. Mit Betreten der Fahrstühle gelangen die Besuchenden in unerwartete Raumsituationen, Fototapeten zeigen einen Kleidungsdiscounter. Über die Aufnahmen sind standardisierte Blumengrafiken und Schrift geschichtet. Ford gestaltet sie in charakteristischen handgeschriebenen Buchstaben und stimmt einen provozierenden wie auch sentimentalen Ton an: Everyone wants to be the desired but am I the only one willing to do the hard part and do the wanting [Jede*r möchte begehrt werden, aber bin ich die einzige Person, die bereit dazu ist, den schwierigen Teil zu übernehmen und zu begehren?] und I don’t like to joke, joking is a sin [Ich mache nicht gerne Witze. Witze machen ist eine Sünde.].
Mit der ortsspezifischen Intervention von Ford knüpft das Fridericianum an die bereits in der Kunsthalle installierten Arbeiten abseits der designierten Ausstellungsflächen an, etwa von Kerstin Brätsch oder Karl Holmqvist.
Ford hatte Einzelpräsentationen im Kunstverein Gartenhaus in Wien (2025), im Whitney Museum of American Art in New York (2024) und in The Print Center in Philadelphia (2023). Zudem nahm die Künstlerin an Gruppenausstellungen teil, etwa im MoMA PS1 in New York (2023 und 2021), bei White Columns in New York (2023), im Buffalo AKG Art Museum (2022) sowie im SculptureCenter in New York (2016).
