Portia Zvavahera: von Kassel nach Brüssel

Das Zentrum für zeitgenössische Kunst WIELS in Brüssel zeigt ab 31. Oktober eine Ausstellung mit Arbeiten der simbabwischen Malerin Portia Zvavahera, die in Kooperation mit dem Museum Fridericianum in Kassel entstanden ist. Das Fridericianum präsentierte Zvavaheras großformatige Bilder vom 27. September 2025 bis 1. März 2026 – als erste institutionelle Einzelausstellung der Künstlerin im deutschsprachigen Raum. Verantwortlich für die Brüsseler Schau ist Sofia Dati, die Kasseler Premiere kuratierten Moritz Wesseler und Justin Delor. In WIELS ist eine eigenständige Ausstellung zu entdecken, die den gemeinsamen Entstehungskontext repräsentiert. 

In ihren farbigen, großformatigen Werken verknüpft die 1985 geborene Künstlerin persönliche Erinnerungen mit kollektiven Erfahrungen. In leuchtenden Farben schichtet Zvavahera Figuren und Ornamente übereinander. Dabei verwischt sie die Grenzen zwischen dem Spirituellen und dem Physischen. Mit ihren ausdrucksstarken Arbeiten war Portia Zvavahera bereits auf internationalen Großausstellungen präsent, etwa der Biennale in Venedig und der Berlin Biennale. 

Ausstellungsansicht im Fridericianum, in einem hellen Raum sind fünf großformatige Werke der Künstlerin aufgehangen
Portia Zvavahera, Vachengeti vangu (My guardian), 2020; Imba Yerumbizdo, 2024; Vanegumi ramazana vachawa, 2024 & Woman in pain, 2021 (v. l. n. r.; Installationsansicht Fridericianum, Kassel 2025). Foto: Andrea Rossetti © Portia Zvavahera, documenta und Museum Fridericianum gGmbH